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Sammle praktische Erfahrungen!

Du hast bei deinen Berufsfelderkundungen unterschiedliche Berufsfelder kennengelernt und möchtest deine Erfahrungen nun vertiefen?

Dann nutze ein Praktikum als einen weiteren Schritt auf deinem Weg zur Ausbildung, ins Studium oder in einen Beruf. Jedes Praktikum bringt dich ein Stück näher an deinen Traumberuf. 

Warum Praktikum?

In einem Praktikum erprobst du dich in einem Berufsfeld oder Beruf über mehrere Tage oder Wochen.

Die Vorteile des Praktikums sind, dass du direkt in einem Betrieb oder in einer Einrichtung, also dort wo Menschen in diesen Berufen arbeiten, praktische Erfahrungen sammeln kannst.

Praktika bieten dir hierdurch beste Möglichkeiten, um einschätzen zu können, ob dir eine Tätigkeit wirklich liegt.

Erfahrungen aus einem Praktikum kannst du hier nachlesen.

Schülerpraktikum

Beim Schülerpraktikum für Schülerinnen und Schüler geht es darum, dass du nach der Berufsfelderkundung in Klasse 8 den Berufsalltag über einen längeren Zeitraum erprobst.

Überlege daher, welche Praxiserfahrungen du schon in deinen Berufsfelderkundungen sammeln konntest, welche Berufe du dabei kennengelernt hast, ob dir die Arbeit gut oder eher weniger gefallen hat und warum das der Fall war.

So findest du am besten heraus, welche Arbeiten du später in deinem Beruf ausüben oder eben nicht ausüben möchtest und lernst gleichzeitig interessante Betriebe in deiner Region kennen. Betriebspraktika werden in der Regel zwei- bis dreiwöchig in den Klassen 9 oder 10 oder in der EF verbindlich durchgeführt. Manche Schulen bieten mehrere Praktika in unterschiedlichen Klassen an. Mit deinem Berufswahlpass kannst dein Schülerpraktikum gut vor- und nachbereiten. Die Materialien findest du dort unter „Betriebspraktika“.

Andere Praktika

Wenn du noch mehr Erfahrungen für deine Berufswahl benötigst, kannst du diese während eines freiwilligen Praktikums sammeln.

Ein freiwilliges Praktikum kannst du zum Beispiel in den Ferien, vor einer Ausbildung oder vor einem Studium absolvieren. Es hilft dir, dich zu orientieren, die Zeit sinnvoll zu überbrücken und berufliche Erfahrungen zu sammeln. Die Dauer des Praktikums legst du zusammen mit dem Praktikumsbetrieb fest. Du entscheidest dich also freiwillig dazu, für ein paar Wochen Praxiserfahrung für einen späteren Beruf zu sammeln.

Da du dein freiwilliges Praktikum ja auf eigenen Wunsch durchführst und selbst organisierst, kannst du natürlich auch selbst bestimmen, wohin es für dich gehen soll. Möchtest du Auslandserfahrung sammeln, kannst du dich in einem anderen Land bewerben. Ein Praktikum im Ausland ist immer eine gute Möglichkeit, um deine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und internationale Kompetenzen zu erwerben. Und natürlich macht es sich für deinen Lebenslauf immer hervorragend, wenn du auch schon im Ausland Erfahrungen sammeln konntest.

Weitere Infos und Tipps findest du hier

Ziel des Sozialpraktikums ist es, Erfahrungen im Umgang mit Menschen und in anderen Lebenssituationen zu sammeln. Das Sozialpraktikum findet beispielsweise in der Altenpflege, der Arbeit mit behinderten Menschen oder in der Krankenpflege statt. Das Sozialpraktikum ist an manchen Schulen verpflichtend.

Soziale Einrichtungen im Kreis Höxter findest du über unseren Praktikumsplatzfinder, wenn du die Berufsfelder „Gesundheit“ und „Soziales-Pädagogik“ angibst.

Schnupperpraktika sind kürzer und dauern meistens nur wenige Tage.

Viele Ausbildungsbetriebe bieten sogenannte Schnupperpraktika an. Hier kannst du in den Schulferien oder nach der Schule einige Tage in einem Betrieb verbringen und die Arbeitsbedingungen kennenlernen. Der Betrieb kann testen, ob du für den Beruf geeignet bist und du kannst sehen, ob dir der Ausbildungsberuf und das Unternehmen gefallen.

Nutze dieses Praktikum auch für Gespräche mit den Auszubildenden über ihre Erfahrungen. So kannst du wertvolle Informationen sammeln, die dir bei der Entscheidung für einen bestimmten Ausbildungsplatz helfen.

Dein Praktikumsplatz

Möglichkeiten zur Praktikumssuche gibt es viele.

  • Auf Ausbildungsmessen, wie der STEP 1, kannst du interessante Kontakte knüpfen, aus denen sich ein Praktikum ergeben kann.
  • Praktikumsbetriebe kannst du  übrigens auch ganz leicht über unsren Praktikumsplatzfinder suchen. 
  • Online kannst du auch über die Seite der Agentur für Arbeit Plätze suchen.
  • … oder einfach mal in einem Betrieb in deinem Wohn- oder Schulort nachfragen, falls sich nichts passendes in einer der Listen befindet

Die einfachste Art, eine Bewerbung für ein Praktikum anzugehen, ist ein persönlicher Anruf im Unternehmen deiner Wahl. Frage dort nach, ob sie für dieses Schuljahr Schülerpraktika anbieten und ob sie aktuell Praktikantinnen und Praktikanten suchen. Der eine oder andere Betrieb möchte eventuell ein Bewerbungsschreiben oder zumindest einen Lebenslauf von dir erhalten.

Lass dich von Absagen nicht verunsichern.
Einige Firmen stellen grundsätzlich kein Praktikum für Schülerinnen und Schüler oder generell keine Praktikumsplätze zur Verfügung. 

Das geht noch in der Schule

Praxiskurse können deine Berufliche Orientierung bei Bildungsträgern und in Betrieben vertiefen. Hierdurch kannst du erfahren, welche Anforderungen in einem Berufsfeld oder Beruf zu erwarten sind. Praxiskurse finden im Kreis Höxter dreitägig in Bildungseinrichtungen statt.

Ob Praxiskurse möglich sind, erfährst du von den Lehrerinnen und Lehrern, die für die Studien- und Berufsorientierung an deiner Schule zuständig sind.

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Ergänzend zum Betriebspraktikum und zu Praxiskursen bietet das Langzeitpraktikum ausgewählten Schülerinnen und Schülern auf freiwilliger Basis die Möglichkeit einen direkten Übergang von der Schule in eine Ausbildung zu erreichen. Es findet in der Regel an einem Schultag pro Woche statt. Ob ein Langzeitpraktikum möglich ist, erfährst du von den Lehrerinnen und Lehrern, die für die Studien- und Berufsorientierung an deiner Schule zuständig sind.

FAQ

Wir haben dir eine Checkliste mit wichtigen Fragen zusammengestellt:

  • Habe ich meine Lehrerin/meinen Lehrer über die Zusage des Betriebs (beim Schülerpraktikum) informiert?
  • Habe ich mich über den Betrieb informiert? (Wie komme ich dort hin?)
  • Kann ich meine Praktikumswahl begründen?
  • Welche Berufe und Tätigkeiten kann ich kennenlernen?
  • Brauche ich ein Gesundheitszeugnis, polizeiliches Führungszeugnis oder Schutzkleidung?

Noch mehr Fragen und Tipps zur Vorbereitung und Durchführung eines Praktikums findest du unter planet beruf. Auch auf den Internetseiten des Berufswahlpasses findest du viele wichtige Infos. 

Das Schülerpraktikum ist das ein fester Bestandteil deines Schulbesuchs. Es handelt es sich somit um ein Pflichtpraktikum, das du in deiner Schulzeit absolvierst. Dieses wird nicht bezahlt, für deinen Schulbesuch bekommst du ja auch kein Geld.

Ein freiwilliges Praktikum hingegen ist kein fester Teil deiner Schulzeit und wird, wie der Name es schon sagt, freiwillig geleistet. Somit kann es sein, dass dir dieses bezahlt wird.

Da die Praktikumszeit aber weniger als drei Monate dauert und zur Beruflichen Orientierung dient, muss kein Mindestlohn gezahlt werden.

Bei einem Praktikum geht es nicht darum, danach sofort zu wissen, was du willst. Für dein Ziel ist es ebenso wichtig zu wissen, was du nicht willst. Wenn du in einem Praktikum merkst, dass dir dieser Beruf überhaupt keinen Spaß macht, solltest du dich für ein weiteres Praktikum (vielleicht ein Freiwilligenpraktikum) entscheiden. 

Schülerpraktika werden von Schulen durchgeführt und dienen zur Orientierung für die spätere Berufswahl. Du bist in deinem Praktikum über die Familienversicherung deiner Eltern und Erziehungsberechtigten krankenversichert.

Schülerinnen und Schüler sind zudem gesetzlich unfallversichert. Die Unfallversicherung gilt jedoch nur für Unfälle während des Praktikums sowie auf dem direkten Weg von oder zum Praktikumsbetrieb.

Beim freiwilligen Praktikum kann ein zusätzlicher Versicherungsschutz notwendig sein. Kläre bitte mit dem Praktikumsbetrieb ab, ob du zusätzliche Versicherungen benötigst.  Meistens übernehmen die Praktikumsbetriebe deinen Versicherungsschutz.

Die wichtigsten gesetzlichen und versicherungsrechtlichen Regelungen findest du im Jugendarbeitsschutzgesetz